Anthrax (beendet)
Auch United Devices schien sich die Aufregung um die Milzbranderreger nutzbar machen zu wollen. Zusätzlich zum lange bekannten Projekt Cancer Research wurde deshalb dieses Projekt gestartet, welches die gleiche Software verwendete. Die beiden Projekte unterschieden sich lediglich in der Auswahl des Zielproteins sowie der daran getesteten Moleküle.
Inhalt
Projektübersicht
| Name | Anthrax |
| Kategorie | Krankheitsbekämpfung |
| Ziel | Finden von Medikamenten gegen Biowaffen |
| Kommerziell | nein |
| Homepage | offline, hier archive.org Link |
Projektstatus
Clientprogramm
Betriebssysteme
| Windows | ||
| Linux | ||
| DOS |
| |
| BSD | ||
| Solaris | ||
| Java (betriebssystemunabhängig) |
Client-Eigenschaften
| Funktioniert auch über Proxy | |
| Normal ausführbares Programm | |
| Als Bildschirmschoner benutzbar | |
| Kommandozeilenversion verfügbar | |
| Personal Proxy für Work units erhältlich | |
| Work units auch per Mail austauschbar | |
| Quellcode verfügbar | |
| Auch offline nutzbar | |
| Checkpoints |
Screenshots
Besonderheiten
Pro Protein wurden (im Normalfall) 100 Moleküle berechnet (also 1 Molekül entsprach 1 Prozent). Pro Molekül wurden dann noch maximal 100 Derivate des Moleküls berechnet. Die Derivate erkannte man in der Grafik an den letzten beiden Stellen der Bezeichnung, die immer von 00 bis 99 für jedes Molekül durchliefen. Pro komplett abgeschlossenem Molekül (also mit allen 100 Derivaten) erfolgte eine Zwischenspeicherung, aber auch nur, wenn mindestens 90 Sekunden seit der letzten Speicherung vergangen waren. Da es bei THINK leider immer wieder Long Running Molecules gab, konnte die Berechnung eines einzigen Moleküls plus seiner Derivate auch gerne mal 60 oder 100 Stunden dauern... Da THINK nicht innerhalb des Moleküls speichern konnte, fing das Molekül wieder von vorne an, falls man zwischendrin den Rechner ausschaltete.
Seit der Version 2.1 des UD Agent gab es zwei Zeitlimits für die Berechnung von Work units:
- CPU-Zeit: Hiermit wurde eine maximale CPU-Zeit pro Molekül vorgegeben. War der Computer nach dieser Zeit noch nicht fertig, wurde die Work unit abgebrochen und als nicht komplettes Ergebnis zurückgeschickt.
- Real-Zeit: Jede Work unit hatte damit eine gewisse Lebenszeit, nach der sie nicht mehr gültig war, egal ob das CPU-Zeit-Limit erreicht wurde oder nicht.
Mit diesen Limits sollten insbesondere lang andauernde Moleküle als Störfaktoren eliminiert werden. Leider hatte das ganze aber zwei große Nachteile:
- Alle Besitzer langsamerer Computer konnten das CPU-Zeit-Limit auch bei kleinen Molekülen schnell erreichen.
- Wer Zusatztools zum Cachen von Work units nutzte, musste darauf achten, das Real-Zeit-Limit damit nicht zu überschreiten und konnte nur noch eine sehr kleine Anzahl Work units cachen.
Nach Angaben von UD lagen die Limits bei 100 bis 150 Stunden CPU-Zeit und 12 bis 13 Tagen Realzeit, wobei das Limit direkt vom jeweiligen Molekül abhing.
Da viele Leute sehr viel Wert auf exakte Statistiken legen, wurden bei diesem Projekt abgebrochene Work units (z.B. wegen des Zeitlimits) auch an den Server zurückgemeldet und zumindest die dafür benötigte Zeit gutgeschrieben. Allerdings wurde das eigentliche Ergebnis verworfen, da es wissenschaftlich nicht verwertet werden konnte.
